Dachterrasse Haus J.


Das gestalterische Konzept der Dachterrasse lebt von Gegensätzen. Die dunkle Möblierung und anthrazit beschichteten Pflanzgefäße aus Faserbeton heben sich stark ab vom hellen Werksteinbelag in der Fläche. Die orthogonale, schlichte Form der baulichen Elemente wird aufgebrochen durch eine üppige Bepflanzung. Auch das Pflanzkonzept lebt von den Kontrasten in Blattformen, Wuchsformen, Farben und Texturen. Durch das Nebeneinander von lanzettförmig-schmalen und breitblättrig-großem Laub, von panagierter und dunkel-roter Blattfärbung, von glänzenden und matten Blattoberflächen, sowie eine bewusste Komposition von straff aufrechten, breit-ausladenden, etagenförmigen, hängenden und kriechenden Wuchsformen erzeugt bereits ohne Blühaspekte eine lebhafte Erscheinung durch alle Jahreszeiten hindurch. Eine Verwendung von wuchskräftigen, dominanten Arten ist möglich, da ihre Expansion durch die Pflanzgefäße limitiert wird. Der Einsatz solcher Arten verlagert die Pflege der Pflanzung weg von einem mühevollen Erhalt der Vitalität, hin zu einer Kontrolle der üppigen Wuchskraft.