Masterplan Kloster Guxhagen-Breitenau

Offener zweiphasiger Ideenwettbewerb
Masterplan Guxhagen-Breitenau
Wettbewerbsbeitrag
in Zusammenarbeit mit Matthias Schneider, Freier Architekt, Stuttgart
www.architekt-ms.de

LEITGEDANKEN
Durch die Etablierung eines neuen gemischten Wohnquartiers im Klosterareal wird die lebhafte Geschichte des Ortes weitergeschrieben und um ein neues, zukunftsweisendes Kapitel erweitert. Ziel des Projektes ist die Geschichte des Ortes zu bewahren und die bestehende Bausubstanz zu respektieren, gleichzeitig aber eine größere Öffnung des Klosters nach außen und eine bessere Verbindung zum Ort Guxhagen zu erreichen. Das neue Wohnquartier sorgt in Verbindung mit den Besuchern des Klosters, der Gedenkstätte und der Kirche für eine positive und lebendige Atmosphäre und schafft eine angemessene Balance zwischen Erinnerung und Erneuerung, Vergangenheit und Zukunft.

STÄDTEBAU / RAUMKANTE
Die Axialität der alten Klosteranlage wird betont und es werden klar definierte Räume geschaffen. Nach Osten bilden die Neubauten zusammen mit dem alten Kloster eine klare Raumkante zum angrenzenden Freiraum. Bei einer möglichen südlichen Erweiterung, die im Ideenkonzept M 1:2.000 dargestellt ist, wird diese Raumkante fortgeführt. Die Gebäudehöhen orientieren sich an den Traufhöhen der Bestandsgebäude, die Klosterkirche und Gedenkstätte bleiben die deutlich sichtbaren Hochpunkte des Areals.

HÖFE
Das Thema des Klosters als eine Anlage, die um einen zentralen Hof gruppiert ist wird auf die neue Struktur übertragen – es entstehen 2 neue Höfe des Wohnquartiers und ein Hof, der von der Kirche und dem neuen Haus der Kirche flankiert wird. Zentrum bleibt die zentrale Klosteranlage mit dem bestehenden Hof.
Die Höfe werden unterschiedlich bespielt – im Wohnquartier werden eingeschossige Gebäude mit gemeinschaftlicher Nutzung integriert, die Freifläche wird sorgfältig in private und semi-private Räume gegliedert.

FREIRAUM
Der Freiraumentwurf umfasst drei Raumkategorien mit jeweils unterschiedlicher Funktionaliät und Öffentlichkeit: die Gartenhöfe, die Parkanlage und den Flussraum.
Im Inneren der Klosteranlage werden die Gebäudezwischenräume als Gartenhöfe interpretiert. Das Haus der Kirche erhält im Kontext mit der Gedenkstätte einen grünen Hof, für Ausstellungen im Freien, Veranstaltungen, Aufenthalt und Begegnung. Der Klosterhof wird als Gemeinschaftsgarten für die Bewohner des Areals gedeutet und kann im Sinne eines Klostergartens von den Bewohnern als Gemüse-, Kräuter- und Schnittblumengarten angeeignet werden. Er dient als informeller Ort der Gemeinschaft und Inklusion. Die Wohnhöfe der Neubauten sind semi-privater Sozialraum zur Bespielung und Aneigung durch die Bewohner.
Zwischen Baukante und Klostermauer entsteht im Osten eine großzügige Parkanlage. Die weitläufige Wiesenfläche ist nutzungsoffen und multifunktional, sie kann für allerlei Park- und Freizeitaktivitäten bespielt werden. In einem Nutzungsband entlang der Klostermauer sind Angebote für Spiel und Sport gebündelt. Kleinkindspielplatz, Bewegungsspiele, Outdoorfitnessgeräte, Tischtennis oder Bouleplatz können hier im Schutz der Klostermauer, locker von einigen Bäumen überstellt genutzt werden. Die Wegeführung erlaubt verschiedene Rundwege durchs Klosterareal.
Der Flussraum Fulda wird duch punktuelle Zugänge ans Wasser erlebbar gemacht und in das Netz öffentlicher Freiräume integriert. Zwischen den beiden Brückenbauwerken wird ein Spazierweg entlang des Ufers etabliert. Am südlichen, nördlichen und zentralen Anknüpfungspunkt in das Klosterareal entstehen mit Holzstegen, Podesten und Bootsanlegestellen, wasserbezogene Freiräume mit besonderer Aufenthalts- und Erlebnisqualität. Hier werden neue Sichtbeziehungen über den Fluss hinweg insziniert und neue Wegebeziehungen ins Klosterareal hinein geknüpft.

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